TRIXI GRONAU Manufaktur · Wissen

Buchdruck ist ein Hochdruckverfahren. Die druckenden Elemente liegen erhöht. Farbe wird auf Lettern oder Klischees aufgetragen und unter Druck auf das Papier übertragen. Beim klassischen Buchdruck können einzelne Buchstaben aus Metall von Hand gesetzt werden. Für Motive oder zusammenhängende Schriftzüge können Klischees eingesetzt werden.
Der englische Begriff Letterpress wird heute häufig für handwerklichen Buchdruck verwendet. Bei TRIXI GRONAU gehört dieses Verfahren zur eigenen Atelierpraxis. Wir arbeiten mit gesetzten Lettern, Klischees, Druckfarbe und einem Boston Tiegel.
Am Anfang steht die Gestaltung. Je nach Motiv arbeiten wir mit einzelnen Lettern oder mit einem Klischee. Das vorhandene Ateliermaterial zeigt unter anderem von Hand gesetzte Bleilettern und Messingklischees.
Die druckenden Elemente werden in der Presse eingerichtet. Die Farbwalzen verteilen die Druckfarbe auf den erhöhten Flächen. Das Papier wird positioniert und im Boston Tiegel gegen die eingefärbte Druckform gepresst. Dabei werden Farbe und Druckbild auf das Papier übertragen.

In unserem Atelier arbeiten wir mit einem Boston Tiegel, einer Tiegeldruckpresse für den handwerklichen Buchdruck.
Lettern sind einzelne erhabene Schriftzeichen, die im klassischen Buchdruck zu Wörtern und Zeilen zusammengesetzt werden können. In unserem Ateliermaterial sind von Hand gesetzte Bleilettern dokumentiert.

Klischees sind Druckformen für Motive, Logos oder zusammenhängende Schriftzüge. In unserem Atelierbestand sind unter anderem Messingklischees dokumentiert. Sie erlauben es, ein komplettes Motiv als eine Druckform einzurichten.

Beim Buchdruck beeinflusst das Papier das Ergebnis deutlich. Oberfläche, Volumen und Festigkeit bestimmen mit, wie Farbe und Druckbild wirken. Historisch wurde häufig mit möglichst geringer Vertiefung gedruckt, damit die Schrift sauber auf dem Papier steht und die Lettern geschont werden. Im heutigen Letterpress kann eine leichte bis deutlich fühlbare Vertiefung dagegen bewusst als gestalterisches Element eingesetzt werden. Wie stark der Eindruck ausfällt, hängt von Papier, Druckform, Motiv und gewünschter Wirkung ab.

Beim Buchdruck wird Druckfarbe von einer erhöhten Druckform auf das Material übertragen. Eine Blindprägung arbeitet ohne Druckfarbe und verändert die Oberfläche durch Druck. Eine Heißfolienprägung überträgt zusätzlich eine Folie. Die Verfahren können ähnlich handwerklich wirken, sind technisch aber verschieden.
Beim Buchdruck wird mit einer physischen Druckform gearbeitet. Lettern oder Klischees werden eingerichtet, eingefärbt und gegen das Papier gepresst. Beim Digitaldruck wird das Druckbild ohne klassische Druckform direkt aus digitalen Daten erzeugt. Welche Technik sinnvoll ist, hängt von Gestaltung, Material, Auflage und gewünschter Wirkung ab.

Buchdruck eignet sich besonders für Papeterie, bei der Typografie, Papier und Druckbild bewusst zusammenspielen. In unserem Atelierbestand sind Karten und weitere Papierarbeiten dokumentiert. Je nach Gestaltung können einzelne Schriften, Namen, Logos oder Motive umgesetzt werden.
Buchdruck verbindet Schrift, Material und Maschine sehr unmittelbar. Die Druckform wird eingerichtet, die Farbe über Walzen geführt und jeder Druckbogen durch die Presse geführt. Für uns ist das Verfahren deshalb nicht nur eine historische Technik, sondern ein aktiver Teil unserer handwerklichen Arbeit.
Die erhabenen Teile einer Druckform werden eingefärbt und unter Druck auf Papier oder ein anderes geeignetes Material übertragen.
Letterpress bezeichnet den Buchdruck beziehungsweise das Drucken von einer erhabenen Druckform. Heute wird der Begriff besonders häufig für handwerkliche Druckarbeiten mit Lettern oder Klischees verwendet, bei denen Papier, Farbe und Druckwirkung bewusst gestaltet werden.
Wir arbeiten mit einem Boston Tiegel.
Ja. Unser Ateliermaterial dokumentiert von Hand gesetzte Bleilettern. Je nach Aufgabe arbeiten wir außerdem mit Klischees.
Nein. Beim Letterpress wird in der Regel Druckfarbe von einer erhabenen Druckform übertragen. Prägung verändert die Oberfläche durch Druck und kann ohne Farbe oder mit Folie erfolgen.