TRIXI GRONAU Manufaktur · Wissen

Eine Briefkarte ist für mich mehr als ein Stück Papier für eine kurze Nachricht. Format, Papier, Druck, Farbe und Umschlag bilden zusammen eine Einheit. Was richtig ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist immer, wofür die Karte gedacht ist, wer sie erhält und welche Wirkung sie haben soll.
In unserem Hamburger Atelier entstehen Briefkarten für private Korrespondenz, Einladungen, persönliche Nachrichten, besondere Anlässe und individuelle Kundenaufträge. Sie können bedruckt, geprägt und personalisiert werden.
Gerade bei diesen vergleichsweise kleinen Drucksachen zeigen sich Papier und Drucktechnik besonders unmittelbar. Man nimmt die Karte in die Hand, öffnet den Umschlag, fühlt die Oberfläche und sieht die Details aus nächster Nähe.
Mein bevorzugtes Format ist B6. Es bietet genügend Platz für eine persönliche Nachricht und ist gleichzeitig groß genug, um beispielsweise ein Foto mit in den Umschlag zu legen.
A6 empfinde ich dafür häufig als zu klein. Fotos sind heute oft größer und eine Karte sollte genügend Raum lassen, damit zusätzliche Beilagen nicht gequetscht wirken.
DIN lang mit 105 x 210 mm wirkt auf mich dagegen schnell geschäftlich. Für geschäftliche Korrespondenz kann dieses Format genau richtig sein, für eine persönliche Briefkarte würde ich meist eine andere Proportion wählen.
Wenn eine Karte großzügiger wirken soll, eignet sich A5.
Sehr gern arbeite ich außerdem mit quadratischen Formaten. Eine Karte mit 15 x 15 cm hat bereits eine ganz andere Präsenz als ein klassisches DIN Format. Besonders gefällt mir 21 x 21 cm. Eine solche Karte fällt schon durch ihr Format in der Post auf, bevor der Umschlag überhaupt geöffnet wurde.
Das Format ist deshalb immer ein Teil der Gestaltung und nicht nur eine technische Größenangabe.
Zu einer Briefkarte gehört für mich der Umschlag genauso wie das Papier und der Druck.
Ideal ist es, wenn Karte und Umschlag farblich aufeinander abgestimmt sind. Gibt es keinen Umschlag im gleichen Farbton wie die Karte, nehme ich gern die Farbe des Druckes wieder auf. So entsteht trotzdem ein geschlossenes Gesamtbild.
Ein schönes Beispiel sind für mich die B6 Karten von Crown Mill. Besonders mag ich den Farbrand der Karten. Die passenden Briefhüllen greifen diese Farbigkeit auf und sind innen mit Seide gefüttert.
Solche Details verändern die Wahrnehmung einer Briefkarte. Noch bevor der eigentliche Text gelesen wird, entsteht beim Öffnen bereits ein Eindruck von Material, Farbe und Sorgfalt.
Darauf gibt es für mich keine allgemeingültige Antwort.
Eine Einladung stellt andere Anforderungen als eine persönliche Dankeskarte. Eine Karte, auf der mit Füllhalter geschrieben werden soll, braucht ein anderes Papier als eine Karte, deren Wirkung hauptsächlich durch eine Prägung entsteht.
Papierstärke, Oberfläche, Format, Farbe und Druckverfahren müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Manchmal ist ein glattes Papier richtig, manchmal ein strukturiertes. Manche Entwürfe brauchen Farbe, andere leben gerade von einer zurückhaltenden Blindprägung. Auch die Frage, wie viel von Hand geschrieben werden soll, beeinflusst die Papierwahl.
Mehr zu diesen Eigenschaften erklären wir in unserer Papierkunde.
In unserem Atelier können Briefkarten je nach Entwurf mit unterschiedlichen Techniken umgesetzt werden.
Dazu gehören unter anderem Buchdruck beziehungsweise Letterpress, Heißfolienprägung und Blindprägung sowie weitere Druck und Prägetechniken, die wir auch in unserem Glossar ausführlich erklären.
Welche Technik eingesetzt wird, entscheide ich nicht nach einem festen Schema. Sie muss zum Auftrag, zum Papier und zur Gestaltung passen.
Besonders gern arbeite ich an Aufträgen, bei denen Kunden mir gestalterische Freiheit lassen. Dann kann ich überlegen, welches Papier, welches Format, welche Farbe und welche Drucktechnik die Idee am besten trägt.
Genau diese Arbeit macht für mich den Reiz unserer Manufaktur aus.

Ich bin in einer Druckerei und Buchbinderei aufgewachsen.
Mein Vater druckte unter anderem das MieterJournal, das HSV Journal und Kataloge für Reisebüros. Das waren größere Druckproduktionen, die zum handwerklichen Alltag einer Druckerei gehörten.
Mich selbst haben jedoch immer stärker die kleineren, besonderen Aufträge interessiert.
Ich liebe Feinstpapiere, besondere Drucktechniken und Arbeiten, bei denen Material und Gestaltung bewusst aufeinander abgestimmt werden können. Eine Briefkarte, eine Einladung oder eine kleine persönliche Drucksache bietet dafür oft besonders schöne Möglichkeiten.
Gerade weil der Gegenstand klein ist, können die Details umso wichtiger werden.
Am Anfang steht deshalb bei uns nicht die Frage nach einem bestimmten Format oder einer bestimmten Drucktechnik.
Zuerst geht es darum, was die Karte ausdrücken soll.
Erst daraus entwickeln sich Papier, Format, Umschlag, Farbe und Veredelung.
Manchmal ist das Ergebnis zurückhaltend und ruhig. Manchmal darf eine Karte durch Format, Farbe oder Prägung deutlich auffallen. Entscheidend ist, dass alle Elemente zusammenpassen und die Karte ihrem Anlass gerecht wird.
Das hängt vom Anlass und vom Inhalt ab. Im TRIXI GRONAU Atelier arbeite ich besonders gern mit B6. Das Format bietet ausreichend Platz zum Schreiben und ermöglicht es auch, beispielsweise ein Foto mit in den Umschlag zu legen.
A6 kann für kurze Nachrichten gut funktionieren. Soll jedoch ein größeres Foto oder eine andere Beilage in den Umschlag, empfinde ich das Format häufig als zu klein.
DIN lang mit 105 x 210 mm wirkt auf mich eher geschäftlich. Für persönliche Korrespondenz bevorzuge ich häufig B6, A5 oder quadratische Formate.
Nein. Gibt es keinen passenden Umschlag in der Kartenfarbe, kann beispielsweise die Farbe des Druckes im Umschlag aufgenommen werden. Wichtig ist, dass Karte, Druck und Umschlag als Einheit wirken.
Das hängt von Papier, Gestaltung und Anlass ab. Möglich sind unter anderem Buchdruck, Heißfolienprägung und Blindprägung. Die Drucktechnik sollte nicht isoliert gewählt werden, sondern zur gesamten Gestaltung passen.
Ja. Im TRIXI GRONAU Atelier werden Briefkarten individuell entworfen, bedruckt, geprägt und personalisiert. Besonders gern entwickle ich Lösungen, bei denen Papier, Format, Farbe und Drucktechnik von Anfang an gemeinsam gedacht werden.
Passende Warengruppen: GLÜCKWUNSCHKARTEN und BRIEFUMSCHLÄGE.
Passende Atelierleistungen: Buchdruck und Letterpress und Prägung auf Leder und Papier.