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DRUCK ATELIER › HEISSFOLIENPRÄGUNG
HEISSFOLIENPRÄGUNG
Gold, Silber, Farbe – mit Wärme und Druck aufgebracht
Kein Druck mit flüssiger Farbe, sondern eine hauchdünne Schicht, die sich mit dem Material verbindet.
Was ist Heißfolienprägung?
Die Farbwirkung entsteht nicht aus Druckfarbe, sondern aus einer dünnen Schicht, die von einer Folie auf das Material übergeht.
Je nach Folie kann die Prägung metallisch glänzen, matt wirken, farbig, weiß, schwarz oder besonders leuchtend sein.
Das Motiv wird mit einem erwärmten Werkzeug oder aus einzelnen Prägebuchstaben auf das Material übertragen. So lassen sich Schrift, Initialen, Logos und grafische Motive auf Papier, Karton, Buchdecken, Leder und anderen geeigneten Oberflächen hervorheben.
Wie die Folie übergeht
Die Prägefolie liegt zwischen Werkzeug und Werkstück. Dort, wo das erwärmte Werkzeug auf das Material trifft, wird die Farbschicht von der Folie übertragen. Nach dem Abziehen bleibt das Motiv auf der Oberfläche zurück.
01
EntwurfMotiv, Schrift, Größe und Position werden festgelegt – abgestimmt auf Material und Format.
02
WerkzeugFür ein festes Motiv entsteht ein Messingklischee. Namen und Initialen setzen wir aus einzelnen Buchstaben.
03
ProbeprägungFolie, Temperatur, Druck und Prägezeit werden auf dem tatsächlichen Material erprobt.
04
AusführungMit den abgestimmten Einstellungen wird anschließend das Einzelstück oder die Serie geprägt.
Das Klischee
Vor der ersten Prägung steht das Werkzeug.
Ein Klischee ist die erhabene Druckform, die das Motiv trägt. Schriftzüge, Logos und grafische Elemente werden so vorbereitet, dass das erwärmte Klischee die Folie nur an den vorgesehenen Stellen auf das Material überträgt. Bei einem individuellen Motiv beginnt die Arbeit deshalb schon vor der Prägung – mit Entwurf und Herstellung des passenden Werkzeugs.
Der erste Prägevorgang mit einem neu angefertigten Motiv ist für uns immer ein besonderer Moment. Erst wenn die Folie abgezogen wird, zeigt sich, ob Material, Folie, Werkzeug und Einstellung gemeinsam genau die Wirkung erzeugen, die beim Entwurf vorgesehen war.

Messingklischees und Prägefolien im Atelier.
Werkzeug & Handwerk
Je nach Aufgabe arbeiten wir mit unterschiedlichen Prägepressen – von der feinen Einzelprägung bis zu wiederkehrenden Prägungen in einer Serie.
Als Prägewerkzeuge verwenden wir vor allem individuell gefertigte Messingklischees und einzelne Prägebuchstaben. Für Logos oder wiederkehrende Gestaltungen entsteht ein passendes Klischee. Namen und Initialen setzen wir dagegen Buchstabe für Buchstabe.

1Eingerichtet
Das Werkstück wird exakt angelegt. Der Anschlag sorgt dafür, dass die Position auch bei mehreren Prägungen gleich bleibt.

2Gesetzt
Jeder Buchstabe wird einzeln aus dem Kasten genommen und zur gewünschten Zeile zusammengesetzt.

3Geprägt
Nach dem Prägen und Abziehen der Folie steht die Schrift sauber und dauerhaft auf dem Einband.
Materialien
Wir prägen unter anderem Papier, Karton, Buchdecken und Leder. Daraus entstehen Notizbücher, Gästebücher, Fotoalben, Schlüsselanhänger, Etuis, Mappen, Geschenkboxen, Karten und kleine Firmeneditionen.
Jede Oberfläche reagiert anders. Ein glatter Karton verhält sich anders als Büttenpapier, eine beschichtete Buchdecke oder weiches Leder. Deshalb stimmen wir Folie und Einstellung immer auf das tatsächlich verwendete Material ab.

Silber auf strukturiertem Büttenkarton. Auf einer rauen Oberfläche wirkt die Prägung anders als auf einem glatten Papier – ein gutes Beispiel dafür, warum Material und Folie zusammen gedacht werden müssen.
Folienfarben
Heißfolienprägung ist nicht auf Gold und Silber beschränkt.
Im Atelier verwenden wir unter anderem Gold, Silber, Kupfer, Roségold, Blau, Bordeaux, Weiß, Schwarz und Neonfarben. Daneben gibt es Folien mit besonderen Oberflächen und Effekten.
Bei freien Gestaltungen wählen wir die Folie passend zu Material, Produkt und gewünschter Wirkung. Bei Firmenaufträgen kann sie beispielsweise eine vorhandene Markenfarbe aufnehmen.

Personalisierung
Namen, Initialen und kurze Schriftzüge setzen wir aus einzelnen Prägebuchstaben. So werden Notizbücher, Fotoalben, Lederwaren und andere ausgewählte Produkte zu persönlichen Einzelstücken.
Für Logos und wiederkehrende Gestaltungen arbeiten wir mit einem individuell angefertigten Klischee – zum Beispiel bei Firmeneditionen.
Abgrenzung zu anderen Verfahren
Blindprägung
Bei der Heißfolienprägung wird eine sichtbare Folie auf das Material übertragen. Bei der Blindprägung wird ohne Folie und ohne Druckfarbe gearbeitet. Die Wirkung entsteht allein durch die Verformung der Oberfläche. Beide Verfahren arbeiten mit Druck und einem Prägewerkzeug, das Ergebnis sieht jedoch deutlich anders aus.

Der Name steht erhaben im Einband, ohne Folie und ohne Farbe.

Auf Leder zeigt sich die Prägung nur über Licht und Schatten.
Reliefdruck
Beim Reliefdruck – auch Thermografie genannt – wird zuerst mit Farbe gedruckt. Auf die noch feuchte Farbe kommt ein Pulver, das unter Wärme aufschmilzt und eine erhabene Farbschicht bildet. Bei der Heißfolienprägung wird stattdessen eine Folie mit einem erhitzten Werkzeug direkt auf das Material übertragen. Beide Verfahren heben Schrift und Motive hervor, technisch haben sie nichts miteinander zu tun.
Bei Trixi Gronau
Erfahrung entsteht nicht aus Regeln allein, sondern aus vielen realen Prägungen und dem genauen Blick auf das Ergebnis.
Das Prägen gehört bei uns zur Familiengeschichte. Corinnas Mutter war gelernte Buchbinderin und hat ihr das Handwerk früh vermittelt.
Zu unseren Arbeiten gehören personalisierte Einzelstücke ebenso wie Firmeneditionen. Für Dentsu entstand ein holografisches Notizbuch mit dem Schriftzug „Right here, Right now, Right tomorrow“. Für Louis Vuitton haben wir Bücher als Geschenke für Mitarbeiter geprägt.
Besonders gern arbeiten wir mit unterschiedlichen Buchdecken und Lederoberflächen. Gerade hier zeigt sich, warum eine Probeprägung so wichtig ist: Nicht jede Folie, die auf Papier hervorragend funktioniert, liefert auf Leder oder beschichteten Oberflächen dasselbe Ergebnis.
Häufige Fragen
Kann jede Folie auf jedem Material verwendet werden?
Nein. Folie und Material müssen zueinander passen. Deshalb testen wir die gewünschte Kombination vor der endgültigen Prägung.
Braucht jedes Motiv ein eigenes Klischee?
Nicht immer. Namen und Initialen können häufig aus einzelnen Prägebuchstaben zusammengesetzt werden. Für Logos, feste Schriftzüge und komplexere Motive wird in der Regel ein eigenes Klischee gefertigt.
Kann man auch andere Farben als Gold prägen?
Ja. Neben Gold und Silber gibt es zahlreiche Farben und Oberflächen – zum Beispiel Kupfer, Roségold, Blau, Bordeaux, Weiß, Schwarz oder Neonfarben.
Warum ist eine Probeprägung wichtig?
Material, Folie, Temperatur, Druck und Prägezeit beeinflussen gemeinsam das Ergebnis. Eine Probe zeigt, ob die Folie sauber überträgt und welche Einstellung für das jeweilige Werkstück geeignet ist.
Ist Heißfolienprägung dasselbe wie Blindprägung?
Nein. Bei der Heißfolienprägung wird eine sichtbare Folie auf das Material übertragen. Bei der Blindprägung entsteht die Wirkung ohne Folie allein durch die Verformung der Oberfläche.
Welche Produkte können personalisiert werden?
Je nach Material und Form zum Beispiel Notizbücher, Gästebücher, Fotoalben, Lederwaren, Schlüsselanhänger, Etuis, Mappen, Karten und Geschenkboxen.
IHR PROJEKT
Sie möchten eine Prägung für ein eigenes Projekt, eine Firmenedition oder ein persönliches Geschenk?
Schreiben Sie uns, welches Material, welches Motiv und welche Wirkung Sie sich vorstellen. Wir beraten Sie persönlich und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihr Projekt.
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