TRIXI GRONAU Manufaktur · Wissen

Klischees für Prägung aus dem Hamburger Atelier

Was ist ein Klischee?

Ein Klischee ist das Werkzeug, mit dem ein Motiv, ein Logo, ein Schriftzug oder ein anderes Gestaltungselement beim Prägen auf ein Material übertragen beziehungsweise in ein Material eingeprägt wird. Im TRIXI GRONAU Atelier kommen Klischees vor allem bei der Heißfolienprägung und bei Blindprägungen auf Prägepressen zum Einsatz.

Mehrere gravierte Messingklischees mit spiegelverkehrten Motiven neben Rollen mit Prägefolie in Kupfer, Blau, Pink und Silber
Messingklischees aus dem Atelier, daneben Prägefolien in Kupfer, Blau, Pink und Silber.

Das Klischee trägt das Motiv spiegelverkehrt. Beim Prägen trifft es unter Druck auf das Material. Bei der Heißfolienprägung wird zusätzlich eine Prägefolie übertragen. Bei der Blindprägung bleibt das Motiv ohne sichtbare Farbe oder Folie und entsteht allein durch die Verformung der Oberfläche.

Welche Klischees verwenden wir im Atelier?

Für individuelle Motive arbeitet TRIXI GRONAU überwiegend mit Klischees aus Messing. Daneben kommen auch Magnesiumklischees zum Einsatz. Welches Werkzeug verwendet wird, hängt vom Motiv, vom Material, vom geplanten Auftrag und von der Art der Prägung ab.

Bei größeren oder wiederkehrenden Aufträgen wird für ein individuelles Motiv ein passendes Klischee angefertigt. Das kann ein Logo, ein Signet, ein grafisches Motiv oder ein Schriftzug sein. Für Personalisierungen mit Namen oder Initialen arbeitet Corinna außerdem mit einzelnen Prägebuchstaben.

Messingklischees im Atelier

Messingklischees spielen in der Werkstatt eine wichtige Rolle. Viele der Motive, die über Jahre immer wieder verwendet werden, liegen als Messingwerkzeuge vor. Sie lassen sich für eigene Entwürfe, Kundenarbeiten und wiederkehrende Motive einsetzen.

Nahaufnahme eines Messingklischees mit fein graviertem Karomuster aus gestrichelten Linien
Ein Messingklischee aus der Nähe: die Gravur bestimmt, wo das Material geprägt wird.

Für Corinna beginnt die Arbeit mit einem neuen Klischee bereits beim Entwurf. Das Motiv entsteht zuerst als Idee. Danach wird das Werkzeug angefertigt. Der besondere Moment ist die erste Prägung: Erst dann zeigt sich auf dem echten Material, ob das Motiv so wirkt, wie es beim Entwurf gedacht war.

Magnesiumklischees

Neben Messing verwendet TRIXI GRONAU auch Magnesiumklischees. Sie gehören ebenfalls zu den Werkzeugen der Heißfolienprägung und können für individuell angefertigte Motive eingesetzt werden.

Prägebuchstaben für Namen und Initialen

Nicht jede Personalisierung benötigt ein eigenes Klischee. Für Namen, Initialen oder kurze Texte können einzelne Prägebuchstaben eingesetzt werden. Im Atelier gibt es dafür verschiedene Schriften und Buchstabensätze.

Hand nimmt einzelne Messing-Prägebuchstaben aus einem Sortierkasten über der Prägepresse
Einzelne Prägebuchstaben aus Messing, aus denen Namen und Initialen zusammengesetzt werden.

Ein Teil der vorhandenen Schriften besteht aus Blei. Für Prägungen und Personalisierungen werden außerdem einzelne Prägebuchstaben verwendet, die je nach Satz und Anwendung aus unterschiedlichen Metallen bestehen können.

Der Vorteil einzelner Buchstaben liegt in der Flexibilität. Namen und Initialen lassen sich jeweils neu zusammensetzen, ohne für jede Person ein eigenes Motivklischee anfertigen zu müssen.

Graues Notizbuch mit silbern geprägten Initialen L. L. und schwarzem Gummiband
Personalisierung aus einzelnen Buchstaben: Initialen in Silberfolie auf einem Notizbuch.

Wann braucht man ein eigenes Klischee?

Ein eigenes Klischee ist sinnvoll, wenn ein bestimmtes Motiv genau so wiedergegeben werden soll, wie es gestaltet wurde. Das betrifft zum Beispiel Logos, Signets, Illustrationen, grafische Elemente oder individuelle Schriftzüge.

Bei Kundenaufträgen entsteht der Ablauf häufig aus Entwurf, Freigabe, Werkzeugherstellung, Probeprägung und anschließendem eigentlichen Auftrag. Erst mit dem fertigen Klischee lässt sich die Wirkung auf dem vorgesehenen Material zuverlässig beurteilen.

Warum ist die Probeprägung auch beim Klischee wichtig?

Ein gutes Klischee allein garantiert noch keine gute Prägung. Motiv, Werkzeug, Folie, Temperatur, Druck, Prägezeit und Material müssen zusammenwirken.

Vor der endgültigen Arbeit prüft Corinna deshalb, wie sich das Klischee auf dem tatsächlichen Material verhält. Besonders bei feinen Linien, kleinen Schriften, strukturierten Oberflächen oder neuen Materialien ist die Probe entscheidend.

Woran erkennt man ein geeignetes Motiv für ein Klischee?

Nicht jedes Motiv verhält sich beim Prägen gleich. Sehr feine Linien, kleine Zwischenräume oder stark strukturierte Flächen können anspruchsvoller sein als klare, kompakte Formen.

Für Corinna ist wichtig, dass das Motiv auf dem fertigen Produkt klar erkennbar bleibt. Ein gutes Prägeergebnis entsteht nicht allein durch möglichst viel Druck, sondern durch die passende Abstimmung von Motiv, Werkzeug und Material.

Klischee und Matrize sind nicht immer dasselbe

Bei Blindprägungen auf Schmedt oder Baier kann ein einzelnes Klischee direkt in das Material prägen. Bei einer plastischen Blindprägung im Heidelberger Tiegel arbeitet TRIXI GRONAU dagegen mit einer Prägeform und einer passgenauen Gegenform, also Matrize und Patrize. Beide Verfahren gehören zur Prägung, sind technisch aber unterschiedlich aufgebaut.

Klischees bei der Heißfolienprägung

Bei der Heißfolienprägung wird das Klischee erwärmt. Unter Wärme und Druck überträgt es die vorgesehene Schicht der Prägefolie auf das Material. Das Klischee legt dabei fest, an welchen Stellen die Folie übertragen wird.

Die Qualität des fertigen Bildes hängt deshalb sowohl vom Werkzeug als auch von der passenden Folie und vom Material ab. Ein sauber gearbeitetes Motiv kann auf zwei unterschiedlichen Oberflächen sehr verschieden wirken.

Klischees bei TRIXI GRONAU

Klischees gehören seit Jahrzehnten zum handwerklichen Alltag der Familie Gronau. Heute verbindet Corinna die traditionelle Technik mit individuellen Entwürfen, Personalisierungen und kleinen wie größeren Kundenaufträgen.

Im Atelier entstehen damit unter anderem Prägungen auf Notizbüchern, Fotoalben, Gästebüchern, Softcover Büchern, Lederwaren, Schlüsselanhängern, Mappen, Schachteln und Papeterie.

Fragen zu Klischees

Was ist der Unterschied zwischen Klischee und Prägebuchstaben?

Ein Klischee trägt ein festes Motiv. Einzelne Prägebuchstaben können dagegen immer wieder neu zu Namen, Initialen oder kurzen Texten zusammengesetzt werden.

Aus welchem Material bestehen Klischees bei TRIXI GRONAU?

Für individuelle Motive verwendet das Atelier überwiegend Messing. Daneben kommen auch Magnesiumklischees zum Einsatz. Bei Schriften und Buchstabensätzen gibt es im Atelier unter anderem Bleischriften.

Braucht jedes Logo ein eigenes Klischee?

Wenn ein Logo oder ein individuelles Motiv exakt geprägt werden soll, wird dafür in der Regel ein passendes Werkzeug angefertigt. Namen und Initialen können dagegen häufig mit vorhandenen Buchstabensätzen zusammengesetzt werden.

Kann dasselbe Klischee auf verschiedenen Materialien verwendet werden?

Das kann möglich sein, aber das Ergebnis muss jeweils geprüft werden. Papier, Karton, Leder und Bezugsmaterialien reagieren unterschiedlich auf Druck, Wärme und Folie. Deshalb gehört die Probeprägung zum Arbeitsablauf.

Was passiert bei der ersten Prägung mit einem neuen Klischee?

Für Corinna ist das immer ein besonderer Moment. Erst beim ersten Abdruck auf dem echten Material zeigt sich, ob Motiv, Werkzeug und Material genau die Wirkung ergeben, die beim Entwurf vorgesehen war.

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Passende Warengruppen: MAKE IT PERSONAL.

Passende Atelierleistungen: Prägung auf Leder und Papier und Heißfolienprägung.

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